Streitvermeidung durch Testamentsvollstreckung

26. Februar 2009 | Kategorie: Erbrecht

Denken Sie über eine Testamentsvollstreckung nach. Der Testamentsvollstrecker ist der verlängerte Arm des Erblassers und wacht darüber, dass die im Testament getroffenen Anordnungen auch tatsächlich umgesetzt werden. Ist der Nachlaß kompliziert oder sind die zukünftigen Erben noch zu jung oder vielleicht verstritten, dann bietet es sich an, einen Testamentsvollstrecker einzusetzen, was in der letztwilligen Verfügung geschehen muß. Das neutralisiert, stiftet also in vielen Fällen Frieden und sorgt bei richtiger Auswahl für den erforderlichen Sachverstand. Die Abwicklung eines Nachlasses ist oft schwierig und aufwendig. Diese kann sich über Monate oder sogar Jahre hinziehen . Eine Testamentsvollstreckung bedeutet daher für den oder die Erben dasher auch Entlastung. Der Testamentsvollstrecker unterliegt bei der Führung seines Amts strengen gesetzlichen Regeln, deren Einhaltung vom Erben verlangt werden kann. Um Streitigkeiten zwischen Erbe und Testamentsvollstrecker zu vermeiden, sollten nur erfahrene und juristisch versierte Testamentsvollstrecker eingesetzt werden. Die Kosten der Testamentsvollstreckung liegen bei 1 bis 4 Prozent vom Aktivnachlaß, je höher der Wert des Nachlasses desto niedriger der Prozentsatz.

Tags: , , , , ,

 

weitere Beiträge dieser Kolumne:

vom 08.12.2017

Bei Einsetzung eines Geschwisterkindes zum Erben an die Bestimmung eines Ersatzerben denken

Kürzlich hatte sich das OLG Düsseldorf damit zu befassen, wie ein Testament zu lesen ist, in dem der Erblasser seine Schwester zur (Mit-)Erbin eingesetzt hat. Zum Zeitpunkt des Versterbens des Erblassers war die Schwester allerdings bereits vorverstorben, sie hatte jedoch eigene Abkömmlinge hinterlassen.

Eine Regelung, die das Vorversterben der Schwester berücksichtigt, war im Testament …